Internationale Zusammenarbeit hautnah erleben – NMUN

05. Januar 2015Ilka Rummel

Wie die Bamberger NMUN Delegation sich auf ihren Auftritt bei den Vereinten Nationen vorbereitet...

NMUN?

Das National Model United Nations, kurz NMUN, ist die größte Konferenzsimulation der Vereinten Nationen. Das Ziel der Konferenz ist es Studierenden die Möglichkeit zu geben die Arbeitsweise der Vereinten Nationen kennenzulernen und selbst in die Rolle eines Diplomaten zu schlüpfen. Dabei repräsentieren die Delegationen der einzelnen Universitäten ein bestimmtes Land, welches ihnen nach zuvor angegebenen Präferenzen zufällig zugeteilt wird. Die Bamberger Studierenden werden bei der Konferenz im April 2015 die Türkei vertreten. Sie setzen sich im Vorfeld mit den politischen Positionen der Türkei auseinander, lernen deren internationale Verflechtungen kennen und sind letztlich bei der abschließenden Konferenz in den Räumen der Vereinten Nationen in New York in der Lage den Standpunkt der Türkei einzunehmen und einzubringen.

Die Bamberger Delegation 2015

Das Bamberger NMUN-Team setzt sich aus Studierenden unterschiedlichster Fachrichtungen zusammen. Vertreten sind Politikwissenschaftler, Anglisten, Germanisten, Wirtschaftsinformatiker und Studierende der European Economic Studies. Es eint sie das Interesse an weltpolitischen Zusammenhängen und die Neugierde darauf internationale Zusammenarbeit hautnah zu erleben. Daneben ist es auch der Reiz sich ganz auf die Position eines Landes zu konzentrieren und sich in die politischen, geschichtlichen, geografischen, wirtschaftlichen und kulturellen Hintergründe dieses Landes einzuarbeiten, aus dem sich die Studierenden der diesjährigen Delegation für die Teilnahme an NMUN entschieden haben. Denn auch wenn die abschließende Konferenzsimulation in New York schon Vorfreude und Aufregung weckt – hinter dem NMUN-Projekt steckt zunächst ein ganzer Batzen Arbeit. Neben einem Tutorium und einem Seminar, in denen sich die Studierenden das ganze Semester über auf die Konferenz vorbereiten, stehen  mehrere Exkursionen -- unter anderem zur türkischen Botschaft nach Berlin – sowie Probekonferenzen auf dem Programm. Hinzu kommt die Selbstorganisation der Reise nach New York, inklusive der Suche nach Sponsoren, Pressearbeit und Finanzplanung. Unterstützt werden die Teilnehmer dabei von Tutoren aus der vorjährigen NMUN Delegation. Diese stehen bei praktischen Fragen zur Seite, vermitteln Soft Skills, erläutern das Prozedere während der Konferenz in New York und bereiten die neue Delegation damit auf ihre Rolle als Diplomaten vor.

Die Spannung steigt bis zur Abschlusskonferenz in New York

Trotz aller Vorbereitung – im Gespräch verraten Julia und Petra von der Bamberger Delegation, dass sie natürlich auch mit Nervosität an den ungewohnten Rahmen des Hauptsitzes der Vereinten Nationen denken. In den Komitees zu unterschiedlichen Themenbereichen wird Arbeit unter Zeitdruck nötig sein, um die Interessen des eigenen Landes durchzusetzen. Bei ihnen überwiegt jedoch eindeutig die Neugierde auf die Zusammenarbeit mit anderen Studierenden aus aller Welt und die Vorfreude auf eine anstrengende, intensive Zeit in New York.

Wir bleiben dran – bald gibt es hier noch mehr Neuigkeiten von NMUN Bamberg :)

 

Bilder: NMUN-Delegation Bamberg, 2015