Änderungen im Bayerischen Hochschulgesetz

Änderungen an Bayerischem Hochschulgesetz im SoSe 2020

Änderungen im Bayerischen Hochschulgesetz

16. Juli 2020Hench Anna

Um Studierende an bayerischen Hochschulen und Unis im Corona-Sommersemester 2020 zu unterstützen, hat der Bayerische Landtag am Mittwoch, den 8. Juli 2020 eine Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes beschlossen. Dadurch soll mehr Planungssicherheit und Flexibilität gewährleistet werden.

Wie die Uni Bamberg bereits auf Facebook mitgeteilt hat, ergeben sich aus einer Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes durch den Bayerischen Landtag Erleichterungen für den Studienablauf in Bayern. Dazu gehört, dass das Sommersemester 2020 hinsichtlich der in den Hochschulprüfungsordnungen festgelegten Regeltermine und Fristen nicht als Fachsemester gilt. Dadurch verschieben bzw. verlängern sich Regelstudienzeit-gebundene Termine und Fristen automatisch um ein Semester. Im Fall eines Nichtantritts zu Prüfungen gehen also keine Wiederholungsmöglichkeiten verloren.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler erklärte bei einem Pressegespräch zur Vorstellung der Regelungen: „Dadurch eröffnen wir einerseits die Möglichkeit, dass Prüfungen und Leistungsnachweise im Sommersemester 2020 erbracht werden können, soweit das eben geht. Andererseits tragen wir den besonderen Umständen Rechnung: Studentinnen und Studenten, die Prüfungen nicht ablegen können, sollen keine Nachteile haben."

Das wirkt sich auch auf die BAföG-Förderung aus. Durch die Änderungen am Hochschulgesetz soll eine längere Förderungshöchstdauer beim BAföG-Bezug sichergestellt werden.

Darüber hinaus werden auch Master-Studierende durch die Änderungen entlastet. Wer im SoSe 2019, WS 19/20 oder SoSe 2020 sein Masterstudium aufgenommen hat, kann eine Frist-Verlängerung für den Nachweis noch ausstehender Zugangsvoraussetzungen um bis zu einem halben Jahr erhalten, wenn die Frist Corona-bedingt ohne Verschulden nicht eingehalten werden konnte. Wer für die Aufnahme seines Studiums besondere Qualifikationsvoraussetzungen nachweisen muss, kann je nach Beschluss der entsprechenden Hochschule den Nachweis maximal innerhalb eines Jahres nach Aufnahme des Studiums nachreichen. Dies gilt für die Immatrikulation zum WS 20/21 und zum SoSe 2021, wenn dieser Nachweis durch die Krise erschwert oder unmöglich war. Zudem erarbeitet das Wissenschaftsministerium aktuell eine Rechtsverordnung, die den Hochschulen in einem Modellversuch ermöglicht elektronische Fernprüfungen durchzuführen.

In der Pressemitteilung des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 10. Juli 2020 sowie auf der Facebook-Seite der Uni Bamberg gibt es alle hier aufgeführten Infos auch nochmal zum Nachlesen. Wenn das mal keine guten Nachrichten sind!

Bildnachweis: 
© StMWK

Wir feiern Bayern! – Jubiläumsjahr 2018

Wir feiern Bayern! – Jubiläumsjahr 2018

04. Dezember 2017Baier Marcel

Der Freistaat Bayern feiert im Jahr 2018 100 Jahre Freistaat und 200 Jahre Verfassungsstaat – und will zum Mitmachen und Feiern bewegen!

Jubiläumsveranstaltungen in jedem bayerischen Regierungsbezirk

Neben zahlreichen regionalen Projekten veranstaltet der Freistaat in jedem der sieben Regierungsbezirke eine große Jubiläumsveranstaltung.

Die Auftaktveranstaltung fand am 8. November 2017 in Bamberg statt. Jugendliche und junge Erwachsene durften im Kulturboden in der Marktscheune in Hallstadt mit dem Leiter der Staatskanzlei Dr. Marcel Huber über ihre Zukunftsideen diskutieren und ihre Meinungen einbringen.

Am Abend wurde der Startschuss des Projektes in der Brose Arena in Bamberg mit einem großen Fest gefeiert.

Weitere Veranstaltungen werden in Augsburg, Holzhausen (Landkreis Landshut), Gaibach (Landkreis Kitzingen), Regensburg, Nürnberg und München stattfinden. Zusätzlich sind zwei Jubiläumsveranstaltungen in den bayerischen Vertretungen in Berlin und Brüssel geplant.

Wenn Ihr euch für eine der Jubiläumsveranstaltungen oder der regionalen Projekte interessiert, dann findet Ihr eine Übersicht unter der Homepage "Wir feiern Bayern" > "Veranstaltungen".

 

Bürgergutachten 2030. Bayern, Deine Zukunft

Anlässlich des Jubiläums hat die bayerische Staatsregierung das Bürgergutachten 2030 ins Leben gerufen. Um die Zukunft Bayerns erfolgreich zu gestalten, können alle Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche, Diskussionsanregungen und Denkanstöße vorbringen.

Selbst mitmachen – die Bürgerkonferenz

Den Beginn dieses Vorhabens bilden die acht regionalen Bürgerkonferenzen im Herbst 2017. Dafür werden jeweils 30 Bürgerinnen und Bürger zufällig aus dem Einwohnermelderegister ausgewählt, die zwei Tage lang an der Konferenz teilnehmen und über die Entwicklung des Freistaats diskutieren können.

Am 14. und 15. Oktober fanden sich die ausgewählten Teilnehmer und Teilnehmerinnen hierfür im Bamberger Tourismus- und Kongresszentrum zusammen und widmeten sich verschiedenen Themenfeldern wie Integration, Elektromobilität und Umweltschutz.

Weitere Bürgerkonferenzen fanden in Memmingen (7. und 8. Oktober), Bad Neustadt an der Saale (21. und 22. Oktober), Neumarkt in der Oberpfalz (28. und 29. Oktober), Ansbach (4. Und 5. November), München (11. Und 12. November), Deggendorf (18. Und 19. November) und findet noch in Garmisch-Patenkirchen (25. und 26. November) statt.

Jetzt seid ihr gefragt!

Damit sich alle Bürgerinnen und Bürger beteiligen können, wird ab Dezember 2017 die digitale Bürgerkonferenz eröffnet. Alle Vorschläge, die in den Bürgerkonferenzen gesammelt wurden, können online sechs Wochen lang gewichtet, kommentiert und weiterentwickelt werden.

Sei dabei und gestalte die Zukunft mit!

Der Bürgergipfel im Frühjahr 2018

Höhepunkt des Vorhabens bildet der Bürgergipfel im Frühjahr 2018 in München. Die über das gesamte Projekt gesammelten Vorschläge und Empfehlungen werden zwischen ausgewählten Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Digitalen Bürgerkonferenz und der Fraktion des Bayerischen Landtags letztmalig evaluiert und dem Ministerpräsidenten von den Bürgergutachterinnen und Bürgergutachtern überreicht.

Die bayerische Staatsregierung wird anschließend festlegen, welche Ideen in der aktuellen Amtsperiode weiterverfolgt und konkret umgesetzt werden können. Außerdem werden die Ergebnisse des Bürgergutachtens bei der Fortentwicklung der Bayrischen Nachhaltigkeitsstrategie genutzt. Die Staatsregierung wird abschließend eine Stellungnahme abgeben, welche Punkte verwirklicht und umgesetzt werden. Das Bürgergutachten wird darüber hinaus in gedruckter Form allen Mitgliedern des Bayrischen Landtags, den Ministern sowie Verbänden, Kirchen und Universitäten in Bayern und beteiligen Kommunen zugesandt. Somit kann es auch längerfristig als Orientierung für Zukunftsentwicklungen dienen.

Weitere Informationen zum Bürgergutachten findet ihr online auf der Webseite von 2030 – Deine Zukunft.

 

Wo kann man sonst noch mitmachen?

Nicht nur beim digitalen Bürgergutachten kann man sich einbringen – daneben organisiert der Freistaat vielfältige Wettbewerbe, an denen alle teilnehmen können. Beispielsweise können Instagram-Nutzer unter #wirfeiernbayern und #congratsbavaria ihre schönsten Eindrücke von Bayern posten. Außerdem gibt es einen Musikwettbewerb, bei dem bayrische Volkslieder mit neuer Musik kombiniert werden sollen, einen Kreativwettbewerb für Kindertageseinrichtungen und vielfältige weitere Angebote.

Ein Übersicht über alle Aktionen findet Ihr online auf der Webseite von Wir feiern Bayern

Bildnachweis: 
Kilian Schönberger; www.wir-feiern.bayern/impressum/
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