Dürfen wir vorstellen? Das fränkische Brauereimuseum

Dürfen wir vorstellen? Das fränkische Brauereimuseum

25. Januar 2021Freudl Vanessa

Im Rahmen unserer "Dürfen wir vorstellen?" - Reihe möchten wir euch auf unserer Website einen Einblick in verschiedene Kultureinrichtigungen Bambergs geben. Weiter geht es mit dem fränkischen Brauereimuseum in Bamberg.

"Mehr vom Bier wissen - mehr vom Bier haben"

Wie viele von uns wissen, besitzt Franken die höchste Brauereidichte auf der ganzen Welt. Und auch Bamberg ist bekannt für seine vielen Brauereien. Doch kennt ihr schon das fränkische Brauereimuseum auf dem Michelsberg? Das Museum befindet sich in den ehemaligen Gewölben der Klosterbraustätte. Schon seit 1979 führt das Museum seine Besucherinnen und Besucher an den Ursprung der städtischen Biergeschichte. Erste Nachweise der dortigen Braukunst führen schon bis ins 12. Jahrhundert zurück.

Mit rund 1850 Exponaten wird der Werdegang des Bieres vom Halm zum Glas erklärt. Schriftstücke, Urkunden und Gerätschaften stellen die gelebte Bierkultur anschaulich dar. Der Fokus der Ausstellung liegt auf dem Brauereiprozess und der Biertradition. Unter der Maxime der Denkmal- und Heimatpflege wird an nahezu vergessene Berufe erinnert: Büttner, Hefner oder Bierkutscher waren bis vor 50 Jahren noch fester Bestandteil des Bamberger Stadtbildes. Das Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Wissen um Brauereitechniken zu bewahren, die Traditionen der Brauer, Mälzer und Büttner zu pflegen sowie historische Zusammenhänge ansprechend zu vermitteln.

Der Rundgang durch das Museum führt durch das Sudhaus, die Mälzerei, die Büttnerei, die Fass- und Flaschen-Abfüllung, das Kühlschiff und den historischen Eiskeller mit einem zehn Meter hohem Gewölbe. Das alte Sudhaus dient auch als Schulungs- und Vortragshaus für erlebnisreiche Bierseminare und Verkostungsschulungen. Damit ist das Museum auch eine attraktive Bierbildungsstätte. Den Besucherinnen und Besuchern wird zudem die technische, wirtschaftliche und kulturhistorische Bedeutung des Brauwesens vermittelt.

Hinter der Ausstellung steckt der Förderverein Fränkisches Brauereimuseum in der Bierstadt Bamberg e.V.. Viel von ihrem Charme hat die Ausstellung durch ihren Charakter als liebhabergeführtes Vereinsmuseum. Die rund 400 Mitgliederinnen und Mitglieder des Vereins setzen sich aus Bierliebhaberinnen und Bierliebhabern, Bierexpertinnen und Bierexperten und Bierbrauerinnen und Bierbrauern zusammen. Ihnen liegt am Herzen, dass das Museum benutzerorientiert gestaltet wird. Dieser Aspekt steht auch bei der internen Planung zu Neugestaltungen des Museums im Mittelpunkt.

Wenn du Lust auf eine erlebnisreiche Reise durch die fränkische Brauereigeschichte hast, kannst du das Museum von April bis Oktober besuchen (wenn die aktuellen Corona-Bestimmungen das erlauben). Für Studentinnen und Studenten gibt es ermäßigte Eintrittspreise. Wer jetzt schon neugierig ist, findet auf der Homepage des Museums weitere Infos.

Hier findet ihr die Übersicht, welche Kultureinrichtungen wir bereits vorgestellt hatten.

Bildnachweis: 
Fränkisches Brauereimuseum

Bamberger Brauereien und der Tag des Bieres

Bamberger Brauereien und der Tag des Bieres

18. April 2017Franziska Zahner

Am 23. April 2017 wird in Deutschland der 501. Geburtstag des ältesten Lebensmittelgesetzes der Welt gefeiert: Das deutsche Reinheitsgebot gilt seit 1516!

Darin ist festgelegt, dass Bier nur Wasser, Hopfen und Gerste beinhalten darf. Bis heute hat sich daran nicht viel geändert. Da Bier so „rein“ war, gab man es im Mittelalter sogar Kindern zum Frühstück, weil das Trinkwasser oft zu dreckig war. Das ist zwar heute nicht mehr nötig, aber wir trinken es trotzdem gern – egal, ob zum Weißwurstfrühstück im Café Esspress, beim Grillen im Hain oder zur Brotzeit auf dem Spezikeller.

Grund genug, zum „Tag des Bieres“, der am 23. April auch in Bamberg auf dem Maxplatz gefeiert wird, die Bamberger Brauereien mal ein bisschen unter die Lupe zu nehmen.
Das Besondere in Bamberg ist, dass dieses Bier noch im kleinen Stil gebraut wird. Das berühmte Schlenkerla Rauchbier wurde zwar schon in Supermärkten in Südamerika gesichtet, ansonsten wird das Bier aber eher in die umliegenden Läden im Bamberger Land exportiert.

Bambergs Auswahl

Wer ein richtiges Bamberger Bier trinken möchte, hat neun verschiedene Brauereien zur Auswahl: Ambräusianum, Fässla, Greifenklau, Kaiserdom, Keesmann, Klosterbräu, Mahrs, Schlenkerla oder Spezial. Neben den gängigen Untersorten wie Helles, Pils, Weißes oder Lager bieten Schlenkerla und Spezial das etwas spezielle Rauchbier an, beim Mahr’s kann man „a U“ (ungespundet) bestellen.
Welches am besten schmeckt? Selbst ausprobieren!

Biertouren

Dazu eignet sich wunderbar eine Brauereitour durch Bamberg. Diese Seite gibt schöne Tipps für Biertouren durch ganz Oberfranken. So kann man sich beim Biergärtner-Quartett durch die Brauereien Mahrs, Spezial, Keesmann und Fässla probieren, bei der Bamberger Bergbier-Runde gibt es das Bier von Greifenklau, Ambräusianum, Schlenkerla und Klosterbräu zu entdecken.

Für Kreative (und Trinkfeste!) gibt es den Bierbachelor bzw. Biermaster zum Selberbasteln: Fünf bis acht Brauereien aussuchen, in denen ihr je a Seidla (mancherorts auch unter „eine Halbe“ bekannt) trinkt, Route festlegen, fertig! Hier könnt ihr euch die Logos der Brauereien rauskopieren und euch gegenseitig unterschreiben lassen, wenn ihr eine weitere Hürde geschafft habt. Ihr habt dann zwar keinen offiziellen Abschluss im Biertrinken, dafür ganz schön einen sitzen und ein netter Gag ist es allemal.

Dabei kann man Bamberg auch mal von einer ganz anderen Seite kennenlernen: Von Brauerei zu Brauerei zu ziehen ist eine etwas andere Art der Stadtführung für Freunde und Verwandte, bei der man je nach Wahl wunderschöne Aussicht auf die Regnitz, die ganze Stadt oder schönes Biergarten-Ambiente hat. Außerdem ist das die Möglichkeit, Bambergs kulinarische Seite gleich mitzuerleben. Denn bei dem ganzen Bier sollte man nicht vergessen, ein paar reichhaltige Grundlagen zu legen. Also: Genug Schäuferla mit Kloß dazu essen!

Wer nicht sofort durch ganz Bamberg zieht, um die Brauereien zu entdecken, kann ja am 23. April zwischen 11:00 Uhr und 17:30 Uhr erst mal auf dem Maxplatz vorbeischauen und sich dort durchprobieren. Aber auch Kennern des Bamberger Bieres wird es dort sicherlich nicht langweilig werden.

Wer noch mehr zur "Bierstadt Bamberg" lesen will, kann das hier tun.

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